Beim nun hoffentlich traditionellen Abschlussturnier der beiden jüngsten Adendorfer Mädchenteams in der Hallensaison zeigte der Nachwuchs sein bereits jetzt tolles kämpferisches und spielerisches Potential auf.

Das G-Mädchenturnier

Am frühen Morgen starteten die G-Mädchen im Spiel 4 gegen 4. Lange wurden die 2012er und 2013er Mädchen in den Bambinas behütet und liebevoll von der Fußballfamilie Lahme auf die Welt des Fußballs vorbereitet. Euch allen an dieser Stelle großen Dank für euren unermüdlichen Einsatz (und füllt endlich mal eure Stundenzettel aus 😉 )
Neben dem frischen Nachwuchs wie Pia, Sophie, Laura und Franzi kamen mit Nele, Zoe und Maja schon „kampferprobte“ Mädels zum Einsatz. Diese hatten bereits in der U8 oder den F-Mädchen in der Hallensaison mitgespielt und waren nun endlich mal die „Großen“. Der Löwinnen-Cup des VfL Pinneberg im Hamburger Nordwesten ist eines der schönsten Nachwuchsturniere im Hamburger Raum und zieht gerade viele auswärtige Mannschaften in die Hansestadt bzw. ihr Umland. Im ersten Spiel ging es noch verhalten und bescheiden zu, ein einfacher 2:0 Sieg brachte das Team in Führung. Es folgte ein mühsames, aber sicheres 2:1 und dann hatte die Manschaft ihren Rhytmus und Aufstellung gefunden. Maja und Franzi sicherten das eigenen Tor, während Laura, Sophie, Nele, Zoe und vor allem Pia den Gegnern einen nach dem anderen einschenkten. Wir gewannen 4:0 und 7:0 gegen die nächsten Hamburger Vereine und traten dann zum Endspiel gegen das hochfavorisierten Team von Altona 93 an. Diese Mädels spielten bereits seit längerer Zeit in einer richtigen Liga und waren somit deutlich spielerfahrener. Doch das machte eigentlich keinen Unterschied. Wir drückten den Gegner weit hinten rein, trafen Latte und Pfosten, aber nicht das Tor. Wie man es besser macht, zeigte uns leider der Gegner in seinem eigentlich einzigem Konter. Der saß aber leider und so konnten am Ende des Tages „nur“ der zweite Platz lautstark von den mitgereisten Fans und Eltern gefeiert werden. Insgesamt ein tolles Erlebnis und ein erfolgreicher Tag in Hamburg.

Das F-Mädchenturnier

Während die G-Mädchen noch ihre tolle Platzierung feierten machten sich die F-Mädchen des TSV an den Start. Max und Jon heizten den Mädels bei Aufwärmen ordentlich ein und so ging das Team zuversichtlich an den Start. Die gegnerischen Mannschaften kamen aus Hamburg, Bremen und Berlin. Schnell zeigte sich im Turnierverlauf aber, das in der Mannschaft an diesem Tag der Wurm drinn war. Das erste Spiel gegen die Mädels des SC Victoria ging mit einem für uns schmeichelhaften 0:1 verloren. Amelia konnte das Team vor einer höheren Niederlage mit zahlreichen guten Paraden bewahren. Nach dem schon fast traditionellen Fehlstart musste das Team nun ordentlich punkten und fleissig Tore schießen. Doch genau daran haperte es deutlich. Über Luisa und Sinja konnten einige schöne Spielzüge vor das Tor des Gegners vorgetragen, aber im Abschluss versagten die Nerven. Weder Frieda, noch Hannah noch Paula trafen. Wenigstens hatte die Abwehr zu sich gefunden und so endete das Spiel mit einem 0:0. Im dritten und letzten Gruppenspiel mussten wir nun mindestens mit zwei Toren Vorsprung gegen den gastgebenden VfL Pinneberg gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Eigentlich ging unser Team konzentriert in die Partie und konnte sich erste Abschlüsse erarbeiten. Doch nach zwei groben Schnitzern lag die Mannschaft 0:2 zurück und brach in der Folgezeit im Sturmlauf des Gegners fast völlig auseinander 😯 Vogelwild wurde in allen Mannschaftsteilen verteidigt. Jeder versuchte es irgendwie richtig gut zu machen, doch die Summe dieser Bemühungen war eine Katastrophe. Mit 0:3 schlichen die Mädels vom Platz und konnten ihre Träume vom Finaleinzug entgültig begraben. In der Kabine sammelte sich das Team und nutzte die Kletterhalle nebenan, um sich von den Ereignissen abzulenken. Das gelang und gemeinsam entwickelte sich eine trotzige „Jetzt erst Recht“Haltung. Der tolle Turniermodus hielt für uns noch zwei Platzierungsspiele bereit. Nun befreit von allem Druck, mit neuer Aufstellung, neuer Aufgabenverteilung und neuem Feuer im Herzen betrat die Mannschaft völlig verändert die ehrwürdige Platte. Mara und Emmi rührten in der Abwehr nun nicht nur Beton an, sondern gingen deutlich präsenter und absolut fehlerfrei in die Zweikämpfe. Das laufintensive Pressing über Frieda und Luisa funktionierte nun deutlich besser, zumal Sinja nun im Sturm zusammen mit Lilith, Hannah und Paula den Gegner nicht mehr aus deren Hälfte ließ. Mit einem Sturmlauf überranten die Mädels den Gegner und Emmi schoss das schönste aller Tore an diesem Tag. Mit diesem Sieg gegen den TuS Felde aus der Nähe von Kiel war nun sogar der 5. Platz möglich. Die Pinneberger Mädels hatten in ihrem Platzierungsspiel die Mädels der SVE auf den letzten Platz geschickt und trat nun erneut gegen uns an. Mit blitzenden Augen und einer Menge Wut im Bauch starteten die Adendorfer Mädchen in die Partie. Von unserer Angriffswucht zeigte sich der Gegner völlig überrascht und konnte nur Dank seiner überragenden Torhüterin das 0:0 über die Zeit retten. Also musste nun wieder ein Entscheidungsschießen den Sieger ermitteln. Einige Haare auf dem Trainerkopf färbten sich wohl gleich wieder schlagartig grau, denn die englische Krankheit, jedes Entscheidungsschießen seit mehr als einem Jahr verloren zu haben, hatte ihn ja noch immer fest im Griff. Doch seine Mädels wollten an diesem nicht noch einmal als Verlierer von der Platte gehen. Hannah wuchtete den ersten Schuss unhaltbar ins Tor, Amilia konnte den zweiten Pinneberger Schuss halten und selber sicher verwandeln. Damit hatte Paula die erste Chance, den Sieg zu erringen und den Fluch zu brechen. Angefeuert von ihrem Team und mit festem Schritt lief sie an und schon im Anflug wusste jeder: Der ist drinn!

Laut jubelnd, als wäre eine Weltmeisterschaft gewonnen, feierte das Team diesen schönsten aller 5. Plätze und seine eigene Wiederauferstehung,  tröstete die geschlagenen Gastgeber und ließ sich dann von den Fans und Eltern feiern. Welch ein Comeback, Mädels. Und danke für diese Achterbahn der Emotionen.

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