Auswärtsspiele sind in dieser Saison für die D-Mädchen selten weit weg. Von daher ging es auch zum Auswärtsderby zur Eintracht ans andere Ende der Stadt. Kalt war das Wetter und so musste die Bassbox bei der Vorbereitung schon ordentlich Arbeit leisten, damit die Mädels in die Gänge kamen. Eine Spielerinnen fehlten, so das Lea und Fini von den E-Mädchen unsere Reihen verstärkten. Lea ging ins Tor, während Fini sich auf ihrer gewohnten rechten Seite wiederfand.
Beide Teams bereiteteten sich intensiv auf dem schwierigen Untergrund vor. Der Mutterboden klebte ständig am Ball fest, so dass beide Torhüterinnen im Laufe des Spiels einen halben Sandkasten in ihren Haaren wiederfanden. 😎 Der Spielstart verzögerte sich etwas, da der Schiedsrichter leider auf dem Spielfeld daneben das Jungsspiel aus Versehen angepfiffen hatte. Beatrice von der SVE klärte den Sachverhalt aber und dann ging es los. Sontje führte nach ihrer schweren Verletzung und langer Pause die Mannschaft auf das Spiel. Trotz der ungewohnten Formation und längeren Spielpause fanden wir schnell ins Spiel. Nach einer knappen Viertelstunde erzielte Nele die verdiente Führung. Mit den ersten Wechseln hielten wir den Druck hoch, konnten aber trotz bester Chancen nicht das zweite Tor machen. So ging es mit einer knappen Führung in die Halbzeit.

In der Halbzeitpause gab es ein paar warme Worte und eine verbesserte taktische Grundausrichtung, um die Konter der Eintracht besser in den Griff zu bekommen. Frisch gestärkt und aufgewärmt ging die Mannschaft auf das Spielfeld und legte einen furiosen Start hin. Nele erzielte schnell das 2:0, das kurz darauf Amelie mit einem energischen Einsatz auf 3:0 erhöhen konnte. Hinten arbeiteten Sontje, Sara und Svea schwer gegen die vielen Konterversuche der Eintracht. Bei einem davon passte die Abstimmung mal nicht ganz und der Ball war drinn. Egal, denn kurz darauf stellte Fini mit einem tollen Tor den gewohnten Spielstand wieder her. Nach den beiden Toren am Tag zuvor im Pokal der E-Mädchen strotzte sie so vor Selbstvertrauen. Wir spielten nun einen guten Ball, machten aber insgesamt eher zuwenig daraus. Kurz vor Ende konnte Weronika noch mit dem 5:1 einen passenden Schlusspunkt setzen, bevor es schnell in die warme Umkleidekabine zurückging.

Zum letzten Rasenspiel in der Hinrunde empfing die Mannschaft die Mädels des VfL Lüneburg. Die nur aus 2006er, als Mädels des älteren Jahrgangs bestehende Mannschaft aus der Stadt kämpft mit der JSG Wipperau um die Tabellenspitze. Unser junges Team musste daher von Anfang an auf der Hut sein, um nicht gegen die Mädels in Grün unter die Räder zu geraten. Das gelang in der 1. Halbzeit insgesamt zu wenig. Die VfLer ließen den Ball schnell und sicher laufen, man merkte deutlich, dass sie erfahrener und eingespielter waren. Unser Spiel gegen Ball war nicht wirklich gut, insbesondere die kreuzenden Laufwege stellten uns immer wieder vor unangenehme Herausforderungen. Hin zu kamen einige Fehler im Spielaufbau, die in der Folge zu einem unnötigen, aber verdienten 0:2 Rückstand führten. Nun ja, einige Chancen hatten wir auch, diese wurden aber zu fahrlässig ausgespielt.

Die Halbzeitpause nutzten das Team, um sich zu sortieren und wieder ins Spiel zu kommen. Erstmal wurden kleine Ziele gesteckt, also gut stehen, gemeinsam gegen den Ball arbeiten, sich ins Spiel reinkämpfen und ein Tor zu erzielen. Mit dem Wiederanpfiff schenkte der VfL uns erstmal direkt einen ein. Autsch. Doch wer jetzt dachte, das wars, der kennt unsere Mädels schlecht. Die Ärmel wurden nun richtig hochgekrämpelt und gemeinsam kämpfte das Team sich ins Spiel. Deutlich besser stand nun die gesamte Mannschaft, lief enorm viel und stellte die vielen Schusselfehler ab. Paula H. gelang der umjubelte Anschlusstreffer, kurz darauf schockte Nele den VfL mit dem 2:3 Anschlusstreffer. Die Mädels in grün schwankten, gerieten in immer tiefere Abwehrkämpfe und vergaßen mit einem ihrer Konter das Spiel zu beruhigen. Wir steckten nicht auf, warfen alles nach vorne um den durchaus verdienten Ausgleich zu erzielen. So blieb es bis zum Schluss spannend, ehe der Schiedsrichter zur Erleichterung der VfLer abpfiff. Angesichts der schwachen ersten Halbzeit eine insgesamt verdiente Niederlage für uns, aber die zweite Halbzeit haben unsere Mädels mit 2:1 gegen einen starken Gegner gewonnen.

Nun gilt es sich intensiv auf die Hallensaison vorzubereiten. Neue Regeln bestimmen das Spiel, die den Altersvorteil der Gegner noch mehr betonen. Wir sind gespannt, wie sich unsere Mädels als der jüngere Jahrgang in ihrem „Lehrjahr“ so in der Halle schlagen werden.

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