Kurzer Spielbericht:

Bei bestem Wetter machte sich das Team auf zum Punktspiel gegen die Jungs des VfL Lüneburg. Beide Mannschaften duellieren sich seit Jahren in vielen Spielen und haben trotz aller sportlichen Rivalität einen freundschaftlichen Umgang miteinander entwickelt. Das Heimteam hatte daher für uns eine besondere Überraschung parat. Wir durften gegen den VfL auf dem A-Platz spielen, der ja bekanntermaßen für die Regionalligaspiele des Lüneburger SK hergerichtet ist. Für die LSK-Spieler in unserer JSG sicherlich auch eine interessante Erfahrung, mal auf der anderen Seite der Bande zu stehen bzw. zu spielen. Unser Team trat erstmalig in den neuen Trikots auf, die auch mächtig eindruck machten. Da auch der VfL seit einigen Wochen in schicken schwarzen Trikots spielte, waren alle Jungs bestens für dieses Spielfeld und dem Rahmen eingekleidet. Beide Teams liefen wie die Großen ein und legten dann zügig auf dem Spielfeld los. Geschwächt durch einige Verletzungen in der Vorwoche entwickelte sich ein merkwürdiges Spiel. Unser Team erspielte sich schnell einige tolle Möglichkeiten, schloss diese aber nicht konsequent ab. Der VfL stand seinerseits tief und versuchte uns über seine großen Außenbahnspieler auszukontern. Nach einen Torwartfehler, den Philipp eiskalt ausnutzte, ging unser JSG-Team früh und verdient in Führung. Doch das Tor brachte nur wenig Sicherheit ins Spiel. Weiterhin waren wir feldüberlegen, gingen aber viel zu fahrlässig mit den herausgearbeiteten Chancen um. Zudem ließ sich die Mannschaft zunehmend in die kampfbetonte Spielweise des VfL ein, anstatt weiterhin gepflegten Fußball zu spielen.  So kam es wie es kommen musste. Schludrig verteidigt die Mannschaft einen Eckball und aus dem Gewühl heraus konnte der VfL ausgleichen. Warum auch immer der Treffer Philipp als Eigentor zugeschrieben wird kann außer dem Schiedrichter niemand nachvollziehen, aber leider war das Ding in unserem Kasten 🙄 Im weiteren Spielverlauf bekam der VfL nun Oberwasser und spielte nun druckvoll nach vorne. Mit einigen Umstellungen im Spielsystem reagierten wir aber schnell und so trudelte das Spiel ohne weitere Tore in die Halbzeit.

In der Halbzeitpause wurden die Reihen nochmal sortiert, taktische Vorgaben an den Gegner angepasst und sich auf die zweite Halbzeit vorbereitet. Mit viel Schwung kam unsere Mannschaft auf den Platz zurück und drückte den VfL weit hinten rein. Doch trotz bester Gelegenheiten gelang erstmal kein Tor, da wir einfach zu lange zum Abschluss brauchten. Wir erhöhten den Einsatz und lösten den Abwehrverbund, der weitestgehend beschäftigungslos an der Mittelinie stand, auf und wurden prompt für die Maßnahme belohnt. Ein weit vorgerückter Fehd erzielte ein Traumtor aus dem Halbfeld und prüfte im weiteren Spielverlauf noch mehrmals sehenswert den gegnerischen Torwart. Die Führung im Rücken gab nun Sicherheit und wir spielten uns teilweise sehenswert in den gegnersischen Strafraum. Doch dort verwandelte sich irgendwie jeder sehenswerte Spielzug in einen kläglichen Abschluss. Zweimal schoss das Team über das leere Tor drüber. 🙄 Wir vergaßen den Sack zuzumachen und wurden beinahe zweimal beinahe dafür bestraft. Erst wurde der Ball in der Abwehr nicht konsequent geklärt sondern erst gewonnen und dann leichtfertig im erstbesten Gegenspieler verdaddelt, der aber sich dann nach dem dritten Haken und Übersteiger in dem zurückgeeilten Mittelfeld festlief. Dann musste kurz vor Schluss die Mannschaft eine ziemlich knifflige Situation überstehen. Erneut wurde ein lang geschlagener Ball des VfL aus dem Abwehrzentrum nicht sauber geklärt und direkt an den ersten Gegenspieler verloren. Dieser brach durch die vorgerückte Abwehr durch und konnte erst durch einen heldenhaften Zweikampf kurz vor dem Abschluss gestopt werden. Da der Angreifer dabei hart auf dem Rasen landete, forderten nicht wenige im Stadion einen Strafstoß. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten zeigte der Schiedrichter zwar Freistoß an, aber für den TSV. Der Angreifer hatte vor dem Zweikampf den einlaufenden Verteidiger unfair umgestoßen. Glück gehabt, das hätte auch anders ausgehen können. Die Situation war wie ein Weckruf für das Team. Anstatt den dritten Treffer zu erzielen stand unserer Mannschaft nun sehr tief und spielte die restlichen Minuten souverän und geduldig herunter.

Nach dem Spiel war die Erleichterung dann bei einigen Spielern dann doch deutlich anzumerken. Ein verdienter, wenngleich mühsamer Arbeitssieg, gegen einen kämpferischen VfL hält die Mannschaft weiterhin im Aufstiegsrennen. Doch gegen die kommenden Gegner muss das Team deutlich in der Defensive und im Abschluss zulegen.

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