Die „Wildkatzen“ verlieren ein spannendes Spiel gegen überragende Lüneburger mit 3:6

„Die Götter müssen verrückt sein“ … Windstill und eiskalt war es. Winterlicher Rauhreif und strahlender Sonnenschein erwartete uns auf dem Platz des TSV. Die Kicker durch warme Jacken und ich durch heißen Kaffee vor dem erfrieren geschützt. Aufwärmtraining war dringend nötig.

Der Spielbericht:

Wir hatten uns auf einen starken Gegner vorbereitet. Aber so stark… Die Kicker des SV Eintracht Lüneburg wirkten von Beginn an sehr sicher am Ball. Der nasse Rasen und der weiche Boden machten ihnen wohl nichts aus. Gleich nach dem Anpfiff ging das Feuerwerk los. Große Laufbereitschaft auf beiden Seiten, aber meistens liefen wir Adendorfer nur hinterher. Zu schnell waren doch die Lüneburger. Unsere Bälle wurden früh abgefangen und gleich zu Kontern verarbeitet. Colin souverän im Tor. Dann ein schönes Duett von Klemens und Pia. Klemens verliert den Ball, Pia kümmert sich drum und holt sich den Ball. Klemens rennt sich frei und Pia holzt das Leder Richtung Tor. Der Ball wird abgefangen, landet aber vor Klemens Füßen, der das wettergetreu eiskalt ausnutzt und uns mit 1:0 in Führung schießt. Jetzt waren beide Mannschaften wach. Wir versuchten dem Druck der Lüneburger gerecht zu werden, aber das Spiel verlagerte sich zusehens Richtung Adendorfer Tor.
Wir wechselten fleißig durch, probierten Positionswechsel aber der Weg nach vorne war sehr beschwerlich. Immer wieder mussten Abwehrchef Maarten, Bennet, Lukas, Florentine und Giorgos hinten in letzter Sekunde retten und im wirren Durcheinander einen klaren Kopf bewahren und das Mittelfeld anspielen. Lea, Pia und Johannes versuchten dann das Spiel nach vorne zu treiben und die Spitzen um Klemens, Dima, Paul oder Emma anzuspielen. Aber die Lüneburger waren immer irgendwie einen Schritt schneller und bauten ihrerseits das Spiel neu auf. Ein einsamer Lüneburger Spieler erzielte dann den Ausgleich. Adendorf wirkte nun fast überrumpelt. Ball wegschlagen und versuchen, das Tempo rauszunehmen, Aber unser Gegner war erbarmungslos. Ein Angriff nach dem Anderen. Zwar gelang uns ab und an ein ganz guter Konter, aber der erfolgreiche Abschluss blieb uns meistens verwehrt. Dima umzingelt von gleich vier Lüneburgern, beißt sich durch und schubbst den Ball im letzten Moment zu Paul, der jetzt freie Schussbahn hat. Der zieht voll durch… 2:1. Doch die laufstarken Lüneburger waren nicht kleinzukriegen. Adendorfer einkesseln, Ball erobern und geschlossen nach vorne. Ballsicher und mit flinken Füßen wurde unser Tor gestürmt. 2:2 … unhaltbar. So ging es dann noch ein paar Minuten weiter. Doch dank des unerbittlichen Einsatzes von Maarten und Bennet, die immer wieder im letzten Moment noch einen Fuß vor den Ball bekamen, retteten wir das 2:2 bis zur Halbzeit.

Diese begann, wie die erste aufhörte. Mit hohem Tempo und viel Druck auf unser Tor. Unsere Kicker wehrten sich verbissen. Unsere Abwehr wurde regelrecht verschlissen. Nun waren es Lukas, Lea und Giorgos, die versuchten, mit dem Ansturm fertig zu werden. immer wieder gute Abwehrleistung. Aber der nasse, rutschige Ball machte es nicht leichter. So kassierten wir das 2:3. Dann wieder die Adendorfer im Vorwärtsgang. Aber immer wieder wurde der ballführende Spieler eingekreist. Abspielen unmöglich. Das 2:4 war ein sehr schön herausgespieltes Tor der Lüneburger. Ganz klassisch. Links bis nah ans Tor, den Ball hinter den Keeper gespielt, dort wartet jemand, perfekt volley angenommen. Nun setzten wir vorne mit Lea und Pia auf Frauenpower. Aber die Lüneburger waren immer noch einen Schritt schneller. Klemens übernahm das Mittelfeld und störte den Gegner, wo es nur ging. Während Maarten und Bennet den Rasen pflügten und andere Adendorfer dafür sorgten, dass die Eckstange nicht umfällt, kämpften sich Lea und Klemens mit sehr schönen Pässen nach vorne, aber wieder gestört durch die Lüneburger. Was dann kam, hätten wir vielleicht bis zum Ende durchziehen sollen. Pia am Ball mit Klemens und Paul im Windschatten. Die beiden Jungs stiften Verwirrung unter den Lüneburger Abwehrspielern, in dem sie ständig vor und hinter Pia hin und her rennen. So hatte Pia freies Schussfeld. Ein lauter Knall, Tor zum 3:4 Anschlusstreffer. Anstoß und mit neuem Mut nach vorne. Aber leider gleich abgefangen. Der Ball hielt sich noch einem Moment in der Lüneburger Hälfte. Unsere Abwehr rückte (vollständig!) mit auf. Ein Pass in unsere Hälfte und schon hatte Colin gleich drei Blaue Spieler vor sich. 3:5. Gegen Ende drehten Dima, Giorgos und Lea vorne noch mal auf. Gelungene Spielzüge, Passspiel, Torschüsse. Aber es sollte nicht sein. Aus dem Mittelfeld heraus versuchte Johannes mit seinem rechten Donnerfuß sein Glück, aber auch ohne Erfolg. Dann wurde Dima von Emma unterstützt. Zusammen bissen sie sich immer wieder nach vorne, aber die Ballführung klappe bei den Lüneburgern einfach besser. Noch ein Konter und das 3:6. Schlusspfiff.

Fazit:

Ausnahmslos alle haben wieder gut gespielt. Es war wieder sehr spannend. Ab und zu würde ich mich sicher über ein langweiliges, entspannendes 7:0 freuen, aber so ist auch schön. Natürlich ist verlieren immer mit Enttäuschung verbunden, aber, wenn man das Große Ganze betrachtet, haben wir hier ganz klar das Potential auch Treubund in der Pfanne zu garen.

Das Team:

Klemens (1), Pia (1), Johannes, Paul (1), Giorgos, Lea, Emma, Florentine, Lukas, Maarten, Bennet, Colin

Meinen Dank:

An die Mannschaft, für ein spannendes Spiel.

An die Eltern, für das Anfeuern, Daumendrücken und Jubeln!

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