„Wildkatzen“ trotz 6:4-Niederlage die stärkere Mannschaft!

Jeder, der mich kennt, weiß, wie emotional ich werden kann und es kommt recht selten vor, dass mir das selber auffällt. Daher habe ich mal eine Nacht drüber geschlafen, oder besser, nicht geschlafen, um zu zwei Schlussfolgerungen zu kommen: Erstens: Die Wildkatzen waren die eindeutig stärkere Mannschaft; Zweitens: Bevor ich noch ein Mal den Platz betrete um mich um eine Mannschaft zu kümmern, gehe ich vorher auf die Toilette… So was kann die Laune ganz erheblich senken… 😉

Wir sind ohne Emma und Florentine aufgelaufen und mit zu weinig Trikots. Das letztere bekommen wir demnächst in den Griff. Wir hatten mit einem Gegner zu Kämpfen, der uns körperlich weit überlegen war und eigentlich nur von unseren Fehlern profitiert hat. Zur Leistung des Schiedsrichters kommen wir noch. Spielführer war Johannes, die Wildkatzen bekamen den Anstoß.

Der Spielbericht:

Nach dem Anstoß ging es gleich mit Volldampf gegen unser Tor. Roddau wirkte sortierter und machte sich auf dem gesamten Feld breit. Schöne Pässe, quer über das Feld, und schon waren wir ausgespielt. Die „Wildkatzen“ wirkten eingeschüchtert, hinsichtlich der körperlichen Überlegenheit unserer Gegner. So fiel schon nach einer Minute das erste Gegentor.

Das war auch schon der Weckruf für die Katzen. Die Laufbereitschaft stieg, dem Druck wurde standgehalten und Bennet glänzte im Tor mit einigen hervorragenden Paraden. Trotzdem folgte das 2:0. leider verursacht durch ein Missverständnis zwischen Keeper und Abwehrspieler. Bennet nach Parade zu Johannes. Der wird sofort bedrängt und spielt etwas zu schnell zurück Richtung Bennet, der aber noch nicht an seiner Position war. Macht nichts. Kurz meckern, dann lachen, tieeef durchatmen und weiterspielen. Aber nun zeigten die Wildkatzen, warum sie die Wildkatzen sind. Ihrem Namen alle Ehre machend, bissen sie sich durch die Reihen der über einen Kopf größeren Roddauer Abwehr. Immer wieder gelang es unseren Kickern sich durchzusetzen. Kehrseite: Nun fing ein anderer Trainer an immer lauter zu werden und vergas, sich um den Gesamtablauf zu kümmern. Abschläge, die bis weit über die Mittellinie gingen wurden nicht abgepfiffen, Handspiele nicht gesehen oder geahndet. Und trotzdem semmelte Dima den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer ins Netz.

Abstoß. Druck. Kämpfen. „Beißen“. Colin und Lea, waren plötzlich eine Bank. Hinten die Bälle Abfangen, zu Johannes, welcher demonstrieren konnte, wie man lange Pässe spielt. Weit nach vorne, wo Klemens wartete. Wumms 2:2.

Dann plötzlich wieder ein Einbruch in der Mannschaft. Wieder wildes hin und her, Traubenformation und unkoordinierte Pässe. 3:2. Sehenswert wurde es bei den geübten Standardsituationen. Schöne Ecken von von Johannes bis ans Tor ran. Leider kam es nie zum erhofften Abschluss. So fing sich Mannschaft wieder und schaffte erneut durch einen wahnsinnigen Alleingang von Dima den Ausgleich. 3:3.

Damit ging es in die Pause.

Sicherlich hatten nicht alle Spieler ihren besten Tag, so viel die Halbzeitansprache für den ein oder anderen Spieler etwas rauer aus, als sie es normalerweise gewohnt sind. Hat aber gewirkt. Gleich nach dem Anpfiff ging es im Vorwärtsgang los. Stark in der Abwehr. Immer wieder Ging Maarten in den Gegner und kassierte sich einige Tritte (die von Schiedsrichter nicht geahndet wurden). Ball zu Johannes, lang nach vorne gespielt… Paul, Dima und Klemens zu dritt gegen die langen Roddauer. Schöne Spielzüge, extrem hohes Tempo. So kam es immer wieder zu aufregenden Spielsituationen.

Das Zusammenspiel wurde immer besser. Der Überblick über das Feld weiter. Giorgius rannte in der Abwehr (obwohl Stürmer) hin und her und klärte wo er nur konnte. Die Angriffe auf unser Tor gingen entweder vorbei oder wurden von Bennet vereitelt.

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Abwurf zu Johannes, langer Ball zu Paul, perfekt angenommen, kurzer Blick, perfekter Pass zu Klemens, der zu Dima, Monsterspurt durch die gesamte Abwehr Richtung Tor, superscharf reingegebene Flanke an der Torlinie entlang und der mitgerannte Klemens verwandelt eiskalt zum 3:4! Der wohl schönste Spielzug im Spiel, der zeigt, was unsere Kicker wirklich drauf haben. Egal, wer da kommt!

Aber das sehr hohe Tempo zollte seinen Tribut. Spieler, die sonst nicht vom Platz weg zu denken sind, wollten ausgewechselt werden. Die Konzentration nahm ab. Aber es wurde weiter gekämpft. Ein gewaltiger, gut platzierter Fernschuss eines Roddauer Spielers sorgte für den Ausgleich zum 4:4. Zwei bis drei Minuten konnte das Tempo noch gehalten werden, dann war die Luft raus.

Zwei Fehler sorgten noch für die Treffer zum 5:4 und 6:4, dann war die Schlacht vorbei. Völlig abgekämpft bedankten wir uns bei unserem Gegner und gingen trotz Niederlage fröhlich ins Wochenende.

Auch wenn nicht alle Spieler ihre beste Leistung gezeigt haben, waren die „Wildkatzen“ ein Superteam. Alles gegeben und toll gekämpft. Leider hat es nicht zu Sieg gereicht, der vollkommen verdient gewesen wäre. Ich entschuldige mit an dieser Stelle noch ein mal für mein lautes Verhalten und hoffe, dass der Schaden nicht zu groß geworden ist. „Wildkatzen“ for Bundesliga!!

Die Aufstellung:

Bennet, Colin , Dima (2), Lea, Paul, Johannes, Klemens (2), Maarten, Giorgius

Dankeschön!

An die Mannschaft, für ein spannendes Spiel.

An die Eltern, für das Anfeuern, Daumendrücken und Jubeln…. und den Trainer ertragen….

An Norbert, für die tollen Fotos!

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