2 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage

Bei bestem Fußballwetter gelang unserem Turnierteam die Qualifikation zur Zwischenrunde bei Europas größtem Sichtungsturnier. Nach starkem Auftakt und der sicheren Qualifikation ließen zum Schluß Konzentration und Kräfte nach und so gab es noch einen passenden Denkzettel von der Eintracht. Insgesamt kamen wir mit diesen ganzen Regeländerungen gut zurecht, doch ansehnlichen Fußball gab es nicht in vielen Spielen zu sehen.

Der Turnierverlauf:

Das Sichtungsturnier fand dieses Jahr in Reppenstedt statt. Auf der passend gestalteten und toppgeflegten Anlage fühlte man sich gleich als Fußballer wohl. Wäre schön, wenn das überall so wäre.  🙄 Die neuen Spielregeln veränderten das Spiel erheblich. Nur fünf Feldspieler, kein Abseits, Abschläge über die Mittellinie und keine Schiedsrichter. All die Regeln bevorzugen zum einem sehr einseitig die Offensivspieler, zum anderen eben auch die „Schlitzohren“, die das Fehlen der schiedsrichterlichen Ordnungsmacht gnadenlos ausnutzen.

Im ersten Spiel trafen wir auf den Lüneburger SV 2. Unsere Jungs spielten wie schon beim letzten Turnier einen tollen Kombinationsfußball und ließen den Lüneburgern keine Chance. Das Gegentor war da nur ein kleiner Makel. Richtig gut klappte das Umschaltspiel von Defensiv auf Offensiv. Die beiden Florians sicherten die Angriffszüge ihrer Kameraden ab und blockten fast jeden Gegenangriff zügig ab. Die hohe Laufbereitschaft und das sichere Kombinationsspiel waren der Schlüssel zum Sieg. Der erste Dreier war da.

Im zweiten Spiel ging es gegen den LSK und gegen ihren mittlerweile ligaweit bekannten „Sportsmann“ im Sturm. Nach seinen letzten Auftritten gegen unsere U12 und U11 sowie dem Fehlen eines Schiedsrichters schwante uns übles. Wir begannen gut, fanden schnell in das Spiel und hatten einige Chancen. Der LSK anfangs wie gehabt taktisch recht einseitg: immer lange Pässe auf ihren speziellen Stürmer. Das war vorherzusehen und daher für unsere Abwehr auch kein Problem. Mit einem schönen Frustfoul von hinten an Florian S., der den Ball schon auf die Reise geschickt hatte, zeigte er dann wieder seinen ihm eigenen „Sportsgeist“. Da es keinen Schiedsrichter gab, gab es keinen Freistoß und auch keine rote Karte. Im Gegenteil, der LSK kam in Ballbesitz und spielte fröhlich weiter.  👿 Jedes zurufen seitens unserer Jungs beeindruckte die Lüneburger nicht, die einfach nur den Abschluss suchten. Es gab kein Tor und der LSK verlor zurecht das Spiel mit 1:0. :mrgreen: Das war die passende Antwort für solch unsportliches Verhalten.

Im dritten Spiel ging es gegen unsere Freunde aus Wittorf. Die Jungs in Rot hatten eine Schlappe gegen die Eintracht erlitten und dem LSK ein Unentschieden abgetrotzt. Und aus dem bisherigen Turnierverlauf gelernt. Gegen uns hatten sie ihre Spielweise deutlich geändert. Da haben wir Trainer uns wohl zu lange vorher darüber unterhalten. (Notiz an mich: Beim nächsten Aufeinandertreffen erst danach 😉  ) Es entstand ein munteres Fußballspiel mit Chancen hüben wie drüben. Und ziemlich fair, so wie bei Freunden halt üblich. Nach und nach erarbeiteten wir uns ein dickes Chancenplus, ließen aber alle zum Siegtreffer ungenutzt verstreichen. Das Spiel endete unentschieden und der Punkt half später den Wittorfer dabei, am LSK vorbeizuziehen und diese aus dem Wettbewerb zukegeln. 😎

Auch für uns war die Qualifikation sicher und wir hatten eine lange Spielpause hinter uns, als wir auf den stärksten Gegner in unserer Gruppe trafen: Eintracht Lüneburg. Wir planten ein gutes Spiel und wollten die Partie solange wie möglich offen und offensiv gestalten. Zudem sollte uns das Fehlen der Abseitsregel das ein oder andere Kontertor im Kick & Rush-Style ermöglichen. Gegen den LSK hatte sich die spielstarke, aber etwas zu klein geratene Abwehr der Eintracht als sehr anfällig für solche Spiezüge erwiesen. Wir hatten auch diese Möglichkeiten, denn mehrmals gelang es unserer Hintermannschaft die Bälle schön die Spitze zu spielen. Doch dort bekamen wir selten die Bälle unter Kontrolle und die Eintrachtabwehr war diesmal sehr bissig. Diese Bissigkeit fehlte uns eigentlich über die komplette Partie hinweg in allen Mannschaftsteilen. Die ein oder andere Parade konnte Justin noch im Tor vollbringen, aber ansonsten zerlegte uns die blauweiße Kombinationsmaschine in viele schöne Einzelteile  🙄   Mit tollem Flügelspiel und einer gut aufrückenden Abwehr schenkten sie uns vier Tore ein und gaben uns auch eine schöne Lehrstunde obendrauf. Taktisch klassisch verzockt und spielerisch viel zu zahm. Aber auch hier war in einer Szene das Fehlen des Schiedsrichters wieder anzumerken. Beim Spielstand von 0:4 wurde Florian K. von einem Lüneburger beim Starten eines Konters deftig gefoult. Die Aktion an sich etwas übermotiviert, gerade im Angesicht des Spielstandes, aber die Eintracht spielt sonst ziemlich fair und das Foul an sich taktisch auch völlig richtig. Also soweit alles ok. Allerdings kamen die Lüneburger in Ballbesitz und spielten eben einfach solange weiter, bis sich irgendwann einer vom NFV erbarmte und das Spiel unterbrach. Auch hier war wieder zu erkennen, dass den Kindern zuviel Verantwortung bei zu wenigen eigenen Handlungsmöglichkeiten aufgebürdet wird.

Das Fazit:

Die Qualifikation ist geschafft. Nun noch beim nächsten Spieltag die 8 anderen Lüneburger Teams sowie die Mannschaften aus Uelzen und Lüchow-Dannenberg aus dem Wettbewerb kegeln und dann ab ins Finale nach Barsinghausen. 😛 Wir haben sicherlich heute einige gute Spielzüge gemacht und die Turniermanschaft weiter eingespielt. Die fehlende gemeinsame Spielerfahrung war uns in nicht wenigen Spielszenen anzumerken, doch unsere Jungs haben das gut kaschiert und viel Druck nach vorne gemacht. Das ungewohnte 5er Spiel liegt uns nicht wirklich, unsere Stärke ist eher das Spiel über die Mannschaft aus einer starken Defensive heraus. Wir Trainer sind dennoch zufrieden, zumal der Punktverlust gegen Wittorf ja auch zu einem schönen Ergebnis geführt hat. Spieltaktisch waren viele Spiele recht einseitig und spiegelten auch immer mehr die derzeitigen Entwicklungen in der Liga wieder: immer lang nach vorn auf die schnellen Leute und dann auf das Tor hoffen. Das Fehlen der Abseitsregel begünstigte dieses Spiel noch mehr. Wir haben das mal mitgemacht und sind damit auch recht erfolgreich gefahren. Taktisch anspruchsvoll war das sicher nicht. Schön, das sich die Eintracht diesem Trend verweigert und uns mit klassischem Kombinationsfußball über die Flügel abgefertigt hat. 😉

Das Team:

Justin, Florian S., Florian K., Tim, Simon, Nicklas, Max, Dustin

Die Ergebnisse:

SFC 2014_Ergebnisse sowie einige Bilder (von NFV-Photograph M.Paul) sowie Bericht auf der NFV-Homepage.


Die kommende Spielrunde (dann auch mit Schiedsrichter):

SFC 2014_Reg_140629

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